Gehirnerkrankungen auf der Spur

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Der Fonds BRAIN DISEASES wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen, um die nicht-klinische Grundlagenforschung an der Universität Zürich auf dem Gebiet der Gehirnerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson-Syndrom, Gehirnkrebs, Epilepsie und depressive Störungen zu unterstützen. Ende 2018 wurde der Fonds von der Stiftung Empiris an die UZH Foundation übertragen, die seither die Geschäfte des Fonds führt.

Ziele und Zweck
Die Mittel des Fonds BRAIN DISEASES setzt die UZH Foundation für jährliche Anerkennungspreise junger WissenschaftlerInnen in Form des UZH-Award for Research in Brain Diseases ein, der im 2006 erstmalig vergeben worden ist. Jährlich werden 10‘000 bis 20'000 Franken für besonders bemerkenswerte Forschungsleistungen während des Doktorats-Studiums auf dem Gebiet der Gehirnerkrankungen vergeben.

Förderbeirat
Für die Vergabe der Mittel ist ein Förderbeirat zuständig. Dieser setzt sich zusammen aus Prof. Dr. Amedeo Caflisch (Direktor des Biochemischen Instituts, UZH), Prof. Dr. Ben Schuler (Direktor des Biochemischen Instituts, UZH) und dem Prorektor Forschung UZH Prof. Dr. Michael Schaepman, der auch die UZH Foundation vertritt.

Frauen in der Wissenschaft
Mit Blick auf die bereits vergebenen Mittel, kann eine erfreuliche Besonderheit festgestellt werden: 12 von den bisher 18 für ihre bahnbrechenden Ergebnisse ausgezeichneten Preisträger waren Doktorandinnen. Die Gehirnforschung hat somit nicht nur grosses Innovationspotenzial, sondern gleichzeitig einen gesellschaftlichen Bezug und zeichnet sich in der aktuellen Diskussion um Chancengleichheit als Vorreiter ab.

Gewinnerliste

Eines der ausgezeichneten Projekte: Wichtige Erkenntnisse in der Alzheimer Forschung
Im Rahmen ihrer Dissertation an der UZH entwickelte Dr. Marlen Knobloch, die Award-Gewinnerin von 2007, ein neues Modell transgener Mäuse, um Hypothesen im Zusammenhang mit der Entstehung von Alzheimer überprüfen zu können. Dabei hat Dr. Knobloch die Bedeutung von Peptid-Ablagerungen untersucht, welche für die kognitiven Defizite verantwortlich sind. Als Ergebnis konnte die Forscherin zeigen, dass die frühen Stadien der Ablagerungen für den typischen Verlust des Gedächtnisses bei Alzheimerpatienten verantwortlich sind. Des Weiteren gelang es Knobloch, durch Verabreichung von Antikörpern die Peptid-Ablagerungen bei den transgenen Mäusen abzubauen.

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Frau Dr. Knobloch ist jetzt Professorin und Gruppenleiterin am Departement für Physiologie der Universität Lausanne.

Gewinnerin 2019: Sara Bottes
Lange Zeit ging die Hirnforschung davon aus, dass Nervenzellen nur während der embryonalen Entwicklung geboren werden. Heute weiss man, dass Stammzellen auch im menschlichen Gehirn über die gesamte Lebensspanne in bestimmtem Hirnregionen neue Nervenzellen bilden können. Unter anderem geschieht dies im Hippokampus, einer Hirnregion, die massgeblich mit darüber entscheidet, welche Informationen im Gedächtnis verbleiben und welche vergessen gehen. Während ihres Doktorats war Sara Bottes federführend an Experimenten beteiligt, bei denen zum ersten Mal über Monate hinweg beobachtet werden konnte, wie sich Stammzellen im erwachsenen Gehirn der Maus teilen und neue Nervenzellen heranwachsen. Ihre Arbeit liefert damit fundamental wichtige und neue Einsichten in der Stammzellforschung, die hilfreich sein werden, um Stammzellen in der Zukunft zur Therapie von neurologischen Erkrankungen einzusetzen.

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Sara Bottes hat ihre Erkenntnisse am Institut für Hirnforschung an der UZH erarbeitet.

Ihre Teilnahme am UZH-Award for Research in Brain Diseases
Forschen Sie im Bereich von Gehirnerkrankungen und haben Sie sich zum Ziel gesetzt, herausragende wissenschaftliche Resultate zu erarbeiten? Bewerben Sie sich für den UZH-Award for Research in Brain Diseases: Diese Auszeichnung wird Ihren Forschungsvorhaben weiteren Auftrieb geben.

UZH-Award for Research in Brain Diseases: Teilnahmebedingungen (in Englisch)

 

Ihr Engagement
Wollen Sie im Bereich der Gehirnforschung weitere spannende und wichtige Forschungsarbeiten ermöglichen? Mit einer Spende können Sie ein Zeichen setzen und sich für junge Forschende engagieren, damit auf dem Gebiet der Gehirnerkrankungen weitere Fortschritte entstehen und die Erkenntnisse daraus nutzbar gemacht werden.

 

Ihr Kontakt

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Rahel Peter
Unterstiftungen

Telefon: +41 44 634 61 89
rahel.peter@uzhfoundation.ch

Ihr Kontakt für
"UZH-Award
in Brain Diseases"

Amedeo Caflisch

Prof. Dr. Amedeo Caflisch
Direktor des Biochemischen Instituts UZH

Telefon: +41 44 635 55 21
caflisch@bioc.uzh.ch

Weitere Unterstiftungen

Fonds BRAIN DISEASES

Fonds für medizinisches Forschen

Fonds für medizinisches
Lehren und Lernen

Stiftung Universitäre
Tiermedizin Zürich

Stiftung Botanischer Garten

Stiftung Pro Katz

President's Fund



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