Brain Research: Awards für neue Erkenntnisse in der Gehirnforschung

Bei Gehirnerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson-Syndrom, Epilepsie und depressiven Störungen gibt es noch zahlreiche unbekannte Elemente, die uns diese Krankheiten noch nicht in ihrer Ganzheit verstehen lassen. Der Fonds Brain Diseases wurde dazu geschaffen, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Brain Diseases Award 2026

Der diesjährige Preisträger des UZH Foundation Brain Diseases Award, Temurkhan Ayupov, wird seine Forschung im Rahmen der Seminarreihe des Departements für Biochemie der Universität Zürich vorstellen.

Die Präsentation steht interessierten Mitgliedern der Öffentlichkeit sowie der wissenschaftlichen Gemeinschaft offen.

Datum und Zeit: Donnerstag, 27. August 2026, 16:00 Uhr
Ort: Universität Zürich, Campus Irchel, Gebäude 44, Raum H5

Der Fonds Brain Diseases unterstützt nicht-klinische Grundlagenforschung an der Universität Zürich in Form von Nachwuchsförderung. Die Mittel des Fonds Brain Diseases setzt die UZH Foundation für jährliche Anerkennungspreise junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Form des UZH Award for Research in Brain Diseases ein, der 2006 erstmalig vergeben worden ist. Für die Vergabe der Mittel ist ein Förderbeirat zuständig.

Visualisierung eines Gehirns in schwarz-weiss.

Für Brain Diseases Award bewerben

Sie doktorieren und suchen nach einer Unterstützungsmöglichkeit, die Ihrer Forschung auf dem Gebiet von Gehirnerkrankungen Auftrieb gibt? Bewerben Sie sich für den Brain Diseases Award und stellen Sie sich einer hochkarätigen Jury, die Ihre Forschungsergebnisse professionell bewertet. Unter allen Einreichungen werden jährlich Preise à 10 000 Franken für besonders bemerkenswerte Forschungsleistungen vergeben. Bitte entnehmen Sie diesem Dokument die Teilnahmebedingungen (in Englisch). Senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen jeweils per 30. April in einem PDF-Dokument an Prof. Dr. Amedeo Caflisch.

Teilnahmebedingungen Brain Diseases Award (English)

Förderbeirat

Der Förderbeirat besteht aus folgenden Mitgliedern:

  • Prof. Dr. Amedeo Caflisch, Direktor Biochemisches Institut UZH, Vorsitz
  • Prof. Dr. Sebastian Jessberger, Direktor Institut für Hirnforschung UZH
  • Prof. Dr. Ben Schuler, Biochemisches Institut UZH

Brain Diseases Award 2026: Preisträger

Temurkhan Ayupov: Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel

Forschungsschwerpunkt: Zelltypspezifische Mitochondrienübertragung schützt vor Zelldegeneration

Mitochondriale Dysfunktion spielt eine zentrale Rolle bei zahlreichen neurodegenerativen Erkrankungen. Die Wiederherstellung der mitochondrialen Funktion durch die Transplantation gesunder Mitochondrien hat sich als vielversprechender therapeutischer Ansatz herausgebildet. Bestehende Verfahren sind jedoch ineffizient und erlauben keine gezielte Adressierung von Mitochondrien an spezifische Zelltypen. Um dieses Problem zu überwinden, entwickelten wir MitoCatch, eine programmierbare Plattform auf Basis von Proteinbindern, die die selektive Verabreichung gesunder Mitochondrien an krankheitsbetroffene Zelltypen ermöglicht. MitoCatch ermöglichte einen effizienten Transfer von Mitochondrien auf verschiedene Empfängerzelltypen. Die übertragenen Mitochondrien wurden von den Zielzellen internalisiert, waren für das Zytosol zugänglich und funktionell aktiv. Die gezielte mitochondriale Verabreichung verbesserte das Zellüberleben und die Zellfunktion sowohl in patientenabgeleiteten Neuronen als auch in Mäusen nach einer Verletzung des Sehnervs. Damit etabliert MitoCatch eine vielseitige Strategie zur zelltypspezifischen Verabreichung von Mitochondrien und stellt eine potenzielle therapeutische Plattform für neurodegenerative Erkrankungen dar.

Bispezifische Binder vermitteln die gezielte Ansteuerung exogener Mitochondrien an Neuronen (Bilder: IOB)

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Mit Blick auf die bisher vergebenen Mittel lässt sich eine erfreuliche Besonderheit feststellen: Mehr als 20 der 30 Preise für bahnbrechende Ergebnisse in der Gehirnforschung wurden an Doktorandinnen verliehen. Der Brain Diseases Award zeichnet somit nicht nur grosses Innovationspotenzial aus, er fördert gleichzeitig auch Frauen in der Wissenschaft.


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Tonja Küng
Assistentin Geschäftsleitung /
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