Götz-Preise: Fördern seit 1964 die Medizin­forschung an der UZH

Die Stiftung zeichnet jährlich zwei Forschende der Universität Zürich aus, die hervorragende, international anerkannte Leistungen auf dem Gebiet der Grundlagen- oder klinischen Forschung ausweisen. Der Preis ist mit insgesamt 30 000 Franken dotiert.   

Der in Deutschland geborene Stiftungsgründer Georg Friedrich Götz war erfolgreicher Unternehmer und siedelte 1960 in die Schweiz um. Er musste sich im Laufe seines Lebens mehrmals in Zürich Operationen unterziehen, etwa wegen Lungenkrebs oder einer Darmerkrankung. Aus Dankbarkeit für die wiedererlangte Gesundheit gründete er im Jahr 1964 an der Universität Zürich eine Stiftung, welche jährlich einen Preis für Fortschritte in der Medizin vergibt. Seit 1969 wurden bereits über 100 Forschende, in Form des alljährlich verliehenen Georg Friedrich Götz-Preises, ausgezeichnet. Die Georg Friedrich Götz-Stiftung ist innerhalb der medizinischen Fakultät der Universität Zürich (UZH) angesiedelt. Die UZH Foundation führt seit 2019 die Geschäfte der Stiftung.

Der Preis

Der Georg Friedrich Götz-Preis wird jährlich an zwei Forschende, die an der Universität Zürich habilitiert sind und sich über hervorragende, international anerkannte Leistungen auf dem Gebiet der Grundlagen- oder klinischen Forschung ausweisen können, ausgerichtet. Der Preis ist mit insgesamt 30 000 Franken dotiert.

Aufruf Georg-Friedrich Götz Preis 2021

Festschrift des aktuellen Georg-Friedrich Götz-Preises 2019

Die Preiskommission

Diese setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

  • Prof. Dr. Adriano Aguzzi (Präsident)
  • Prof. Dr. Alexandra Trkola
  • Prof. Dr. Dirk Bassler

Die Preisträger des Georg Friedrich Götz-Preises 2019

Dr. med. Steffen Böttcher ist Oberarzt an der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie des Universitätsspitals Zürich und leitet dort seit 2019 eine Forschungsgruppe. Als klinisch-tätiger Arzt, der gleichsam erfolgreiche medizinische Forschung betreibt, ist er für das Preiskomitee ein «Role Model Clinician-Scientist». Steffen Böttcher forscht auf dem Gebiet der Onkologie und Hämatologie. Er hat Originalarbeiten und Beiträge zur Regulation der Blutbildung sowie zu Tumorerkrankungen in renommierten Fachzeitschriften wie «Science», «Blood», «Nature Cell Biology» und «Journal of Clinical Oncology» veröffentlicht.

Die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. sc. nat. Silvia Brem überzeugte die Jury durch ihre klinisch bedeutsamen Studien. Ihre Arbeiten liefern wichtige Erkenntnisse über die Ursachen von Dyslexie und tragen dazu bei, eine Lese- und Rechtschreibestörung rechtzeitig zu erkennen und besser zu behandeln. Silvia Brem ist seit 2017 Assistenzprofessorin und leitet eine Forschungsgruppe an der Klinik für Kinder- und Jugendspychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Sie erforscht seit vielen Jahren, wie sich das kindliche Gehirn während des Lesenlernens entwickelt. In ihren Längsschnittstudien begleitet sie Kinder mit einer beeinträchtigten Leseentwicklung über mehrere Jahre. Sie hat dabei eine einmalige Expertise in der Nutzung bildgebender Verfahren erworben, um die Entwicklung des Sprachnetzwerkes im Gehirn des Vorschulkindes bis zum lesenden Kind sichtbar zu machen.