Der Prof. Dr. Hans E. Schmid Fonds unterstützt die Forschung und Ausbildung junger Dozierender, Privatdozierender und Studierender im Bereich Organische Chemie an der Universität Zürich. Der Preis besteht aus einem Stipendium in Höhe von bis zu 50'000 Franken. Diese Stipendien werden in der Regel alle zwei Jahre vergeben.
Benannt nach dem renommierten Schweizer Chemiker Professor Dr. Hans Eduard Schmid, dient der Fonds der gezielten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Zürich. Professor Schmid prägte mit seiner Forschung zur Strukturaufklärung von Naturstoffen, Reaktionsmechanismen und Photochemie die organische Chemie massgeblich.
Er wirkte über Jahrzehnte an der Universität Zürich, wo er 1959 als Nachfolger von Paul Karrer zum ordentlichen Professor und Direktor des Organisch-Chemischen Instituts berufen wurde. Zu seinen internationalen Auszeichnungen zählen unter anderem der Centenary Prize der Royal Society of Chemistry und ein Ehrendoktorat der Universität Fribourg.

Prof. Dr. Hans E. Schmid
Der Prof. Dr. Hans E. Schmid Fonds unterstützt junge Talente in der organischen Chemie und trägt so zur nachhaltigen Entwicklung von Forschung und Lehre am Institut für Chemie der Universität Zürich bei.
Hier Teilnahmebedingungen herunterladen (Englisch)
Zurzeit werden keine Bewerbungen entgegen genommen.
Der Förderbeirat des Prof. Dr. Hans E. Schmid Fonds setzt sich aus folgenden Personen zusammen
Mikroskopische elektrische Felder spielen eine wichtige Rolle bei molekularen Wechselwirkungen und chemischen Reaktionen, beispielsweise bei der Enzymaktivität, Katalyse und an Wasser-Öl-Grenzflächen. Ihre dreidimensionale Messung auf molekularer Ebene bleibt jedoch experimentell unzugänglich. Das Projekt untersucht daher die CF₂H-Gruppe als neuartigen molekularen Sensor für elektrische Felder. Dabei wird ausgenutzt, dass verschiedene C–H- und C–F-Schwingungen unterschiedlich im Raum ausgerichtet sind und empfindlich auf ihre lokale elektrische Umgebung reagieren. Mithilfe der Infrarotspektroskopie wird untersucht, wie sich elektrische Felder auf diese Schwingungen auswirken und wie sich ihre Einflüsse von anderen Wechselwirkungen, etwa Wasserstoffbrückenbindungen und Dispersionskräften, unterscheiden lassen. Darauf aufbauend werden multifunktionale molekulare Sensoren entwickelt, die nicht nur Stärke und Richtung, sondern auch die zeitliche Veränderung elektrischer Felder erfassen können. Die Methode wird schliesslich auf elektrochemische Grenzflächen übertragen, um die dort entstehenden räumlich heterogenen elektrischen Felder zu untersuchen. Damit soll eine vielseitige spektroskopische Methode zur dreidimensionalen und zeitaufgelösten Kartierung mikroskopischer elektrischer Felder entwickelt werden.

Molekulare Sensoren sollen mikroskopische elektrische Felder sichtbar machen.
