Dank seinem Stipendium kann sich Armin Mašala vollkommen auf sein Studium fokussieren.

Die Erfolgsgeschichte von Armin Mašala

Die Stipendien, die über die UZH vergeben werden, zeigen Wirkung. Beispielsweise bei Armin Mašala, der sich dank einem Stipendium ganz auf sein Philosophiestudium konzentrieren kann und diese Chance auch zu nutzen weiss.

Bei Armin Mašala, Philosophiestudent und Stipendiat, scheint sich alles ums Studium zu drehen: Er legt höchsten Wert darauf, seine Studienzeit effektiv zu nutzen und viele Erfahrungen zu sammeln. So leitete er neben dem Studium bereits früh Tutorate und arbeitete anschliessend als Hilfsassistent für Francis Cheneval, Professor für politische Philosophie. Das Stipendium, das er durch die UZH erhielt, unterstützte ihn dabei, sich voll auf das Studium einlassen zu können. Im Sinne der Chancengleichheit soll der Stipendienfonds der Universität Zürich allen Interessierten, unabhängig vom soziokulturellen Hintergrund, den akademischen Zugang ermöglichen und gleichsam Spenderinnen und Spendern eine Möglichkeit geben, Studierende bei der Finanzierung ihres Studiums zu unterstützen.

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Interview: Sabine Schweidler, Interviewtermin: November 2021

Herr Mašala, wann haben Sie sich für ein Studium entschieden?

Für mich stand immer fest, dass ich studieren werde. Meine Schule hätte damals lieber gesehen, wenn ich eine Lehre gemacht hätte. Meine Mutter hingegen hat mich moralisch immer unterstützt.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der UZH entschieden?

Da ich im Kanton Zürich wohne, war für mich von Anfang an klar, dass ich in Zürich studieren werde. Alles andere hätte ich mir auch gar nicht leisten können. Ich war schon während des Gymnasiums auf Stipendien angewiesen. Da die UZH die grösste Universität der Schweiz ist und einen sehr guten Ruf hat, war die Einschränkung bei der Uniauswahl für mich kein Verzicht – im Gegenteil.

Wurden Sie von Ihrer Familie im Entscheid zu studieren unterstützt?

Ich hatte einen starken Willen und wollte mehr wissen – lernen hat mir immer Spass gemacht. Meine Mutter spürte wohl meine starke Überzeugung, studieren zu wollen, und hat dies, trotz fehlender finanzieller Mittel, immer unterstützt. Dazu kam, dass meiner Mutter als junge Frau verboten wurde, eine Ausbildung zu machen. Eventuell wollte sie auch deshalb, dass ich frei wählen konnte.

Was wären für Sie Alternativen gewesen?

Keine. Es gab für mich keinen Plan B. Ich war sehr zielgerichtet und das Gymnasium war für mich nur der Weg, um studieren zu können.

Hatten Sie auch Zweifel, das Studium vielleicht nicht zu schaffen?

Die Zweifel waren ausschliesslich finanzieller Natur. Ich hatte beim Kanton Stipendien beantragt für das Studium an der UZH und war verzweifelt, als eine Absage kam. Das Studium hatte bereits begonnen. Aber auch das war kein Grund für mich, nicht zu studieren. Ich recherchierte weitere Möglichkeiten und kam so auf die Fachstelle Studienfinanzierung der UZH. Seit dem zweiten Semester erhalte ich nun Stipendien respektive habe diese dann sogar rückwirkend auf das erste Semester hin erhalten.

Was hätten Sie gemacht, wenn Sie kein Stipendium für die UZH erhalten hätten?

Dann hätte ich mein Pensum als Klassenassistenz in einer Primarschule behalten müssen. Das Pensum war jedoch belastend, da sehr viel Zeit dadurch verloren ging fürs Lernen. Das zehrte an meinen Kräften.

Welchen Unterschied macht das Stipendium für Sie?

Durch das Stipendium kann ich mich aufs Studium konzentrieren. Ich arbeite auch jetzt, aber das sind alles Jobs an der UZH, die mir helfen, Erfahrungen zu sammeln. Durch meine Hilfsassistenzstelle bei meinem Professor kann ich beispielsweise auch wöchentliche Kolloquien besuchen – dadurch profitiere ich unglaublich für meine Zukunft. Das Stipendium vereinfacht die Situation meiner Familie. Mein Studium lastet nicht mehr auf den Schultern meiner Mutter. Sie kann sich so auf meine jüngeren Brüder konzentrieren, die vielleicht auch einmal studieren mochten.

Glauben Sie, dass Stipendien auch für die UZH und die Gesellschaft eine positive Wirkung haben?

Dadurch, dass ich ein Stipendium erhielt, konnte ich mich auf mein Studium und dann auf meine Bachelorarbeit konzentrieren. Diese ist bei meinem Professor sehr gut angekommen und er hat sogar empfohlen, sie zu veröffentlichen. Damit leiste ich einen direkten Forschungsbeitrag für die UZH. Ich möchte eine akademische Karriere verfolgen. Wenn ich an der UZH doktoriere, ist dies auch für die UZH positiv.

Haben Sie neben dem Studium noch Zeit für Aktivitäten und freiwillige Engagements?

Meine freiwilligen Engagements stehen alle in Bezug zu meinem Studium. Ich bin beispielsweise im Fachverein für Philosophie im Vorstand und dort sehr aktiv. Über die Seminarversammlung als politisches Organ der philosophischen Fakultät bin ich auch in der Uni-Politik tätig. Zudem führe ich aktuell mit vier anderen Studierenden eine Ringvorlesung zu Philosophie durch. Auch hier kann ich der UZH etwas zurückgeben – diese Engagements wären ohne Stipendium nicht möglich.

Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Zukunft? Wo sehen Sie sich in fünf bis zehn Jahren?

In fünf bis zehn Jahren werde ich am Ende meines Doktorats stehen respektive wenn ich Glück habe, stehe ich bereits am Anfang meines Postdocs. Es ist ein sehr kompetitives Feld. Deshalb kann ich noch nicht sagen, wo das sein wird. Ich muss dorthin, wo es mir ermöglicht wird. Zuerst plane ich jedoch mein Austauschsemester an einer Partneruniversität. Ich werde mich dafür für ein Mobilitätsstipendium bewerben. Und nach dem Auslandaufenthalt werde ich hoffentlich irgendwann in eine WG ziehen können – momentan wohne ich noch zuhause.

Würden Sie anderen Studierenden in vergleichbarer Situation empfehlen, sich für ein Stipendium an der UZH zu bewerben?

Auf jeden Fall. Das habe ich auch schon bei Studierenden gemacht, bei denen ich weiss, dass es finanziell eher schwierig ist. Ich spreche jedoch nur jene Personen auf ein Stipendium an, bei denen ich spüre, dass sie, so wie ich, intrinsisch motiviert sind.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre akademische Laufbahn, Herr Mašala, und danke Ihnen herzlich für das Gespräch.

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